31. Internationaler Lions Musikpreis 2026 und Nachwuchspreis des Distriktes 111-WR - Preisträger

Spannung bis zur letzten Minute!

Ein ganzer Tag voller Musik, Konzentration und großer Talente: Beim 31. Lions Musikpreis des Distrikts 111-Westfalen-Ruhr stand in diesem Jahr das Klavier im Mittelpunkt. Von den ersten Tönen am Morgen bis zur letzten Entscheidung am Nachmittag erlebten Jury, Teilnehmende und Publikum einen Wettbewerb, der eindrucksvoll zeigte, welches musikalische Potenzial in unserem Distrikt heranwächst.

Erstmals fand der Wettbewerb in der Hochschule für Musik und Tanz Köln am Standort Wuppertal statt. Die Klavieretage mit kurzen Wegen und der große Konzertsaal mit frisch gestimmtem Flügel boten ideale Bedingungen für die jungen Pianistinnen und Pianisten.

Nachwuchswettbewerb: Beeindruckende Talente

Der Wettbewerb begann am Vormittag mit dem Nachwuchswettbewerb. Neun junge Musikerinnen und Musiker im Alter von sieben bis fünfzehn Jahren präsentierten ihre Programme mit bemerkenswerter Ernsthaftigkeit und musikalischer Reife.

Den 1. Preis gewann der zwölfjährige Florin Hacke aus Wuppertal unter anderem mit einer präzisen und musikalisch klar gestalteten Interpretation eines Präludiums und einer Fuge aus dem Wohltemperierten Klavier II von Johann Sebastian Bach.

Der 2. Preis ging an Xuanning Cao (13), ebenfalls aus Wuppertal, die das Publikum unter anderem mit Chopins virtuos gespieltem Fantaisie-Impromptu begeisterte.

Den 3. Preis erhielt die erst achtjährige Selina Qingyan Lin aus Solingen – eine beeindruckende Leistung in diesem jungen Alter.

Auch die übrigen Teilnehmenden – Alexander Prisacari (Lüdenscheid), Rania Mossleh (Plettenberg), Nico Lerche (Essen), Stiven Blank (Dortmund), Marin Hornbostel (Wuppertal) und Peter Songen Guan (Hattingen) – überzeugten mit ihren Darbietungen. Sie erhielten Büchergutscheine sowie einen Lions-Plüschlöwen als Erinnerung an diesen besonderen Tag.

Ermöglicht wurde der Nachwuchswettbewerb durch die großzügige Unterstützung unseres Hauptsponsors Coroplast. Natalie Mekelburger, CEO der Coroplast Group, war persönlich anwesend und überreichte die Preise und Urkunden.

Hauptwettbewerb: Zwei erste Preise

Am Nachmittag folgte der eigentliche Lions Musikpreis. Fünf junge Pianistinnen und Pianisten stellten sich der Jury – mit der Aussicht auf die Weiterleitung zum Bundeswettbewerb.

Besonders überzeugend spielten Lea Terziyska (17) aus Wuppertal und Vincent Heeren (16) aus Herne, beide Studierende an der Folkwang Universität der Künste, Lea als Jungstudentin. Ihre Darbietungen ragten deutlich aus dem Teilnehmerfeld heraus, sodass die Jury zwei erste Preise vergab.

Lea Terziyska begeisterte unter anderem mit ihrer poetischen Interpretation von Debussys „Clair de Lune“ aus der Suite Bergamasque sowie mit einer fein ausbalancierten Polonaise von Chopin.

Vincent Heeren überzeugte mit einer ebenso virtuosen wie souveränen Interpretation des ersten Satzes aus Beethovens Sonate Nr. 23 f-Moll „Appassionata“. Auch seine Darbietung der Sonate Nr. 3 a-Moll op. 28 von Sergej Prokofjew beeindruckte technisch wie musikalisch. Als besonders herausragend würdigte die Jury schließlich seine Interpretation der Ungarischen Rhapsodie Nr. 10 in E-Dur von Franz Liszt.

Ein zweiter Preis wurde nicht vergeben – ein Zeichen für die Ausnahmestellung der beiden Erstplatzierten.

Da jedoch nur eine Weiterleitung zum Bundeswettbewerb möglich ist, musste die Jury eine schwierige Entscheidung treffen. Prof. Angelika Merkle (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt), der Konzertpianist und Lionsfreund Oliver Drechsel sowie Prof. Bart van de Roer (Robert Schumann Hochschule Düsseldorf) nominierten schließlich Vincent Heeren für den Bundeswettbewerb in Stuttgart.

Dritte Preise und Sonderauszeichnung

Dritte Preise – jeweils 500 Euro – gingen an Quentin Wächter (Solingen) und Olexandra Kondratieva (Bochum), die den Wettbewerb ebenfalls mit anspruchsvollen und ausdrucksstarken Beiträgen bereicherten.

Dank einer großzügigen Stiftung des Lions Clubs Remscheid konnte – quasi als weiterer dritter Preis – der Heinz-Jürgen-Brähler-Sonderpreis vergeben werden, ebenfalls mit 500 Euro dotiert. In Erinnerung an den verstorbenen Lionsfreund Dr. Dr. Heinz-Jürgen Brähler überreichte Frau Brähler die Urkunde persönlich an Alissa Bell (Essen) für ihre eindrucksvolle Interpretation des zeitgenössischen Werkes „Proteus“ aus Makrokosmos I von George Crumb.

Dank an Unterstützende

Ein Wettbewerb dieser Qualität ist nur durch das Engagement vieler möglich. Unser herzlicher Dank gilt den unterstützenden Lions Clubs Bochum-Allegra, Essen-Werethina, Essen Sententia, Lüdenscheid-Minerva und Wuppertal-Corona.

Ein besonderer Dank geht an das Organisationsteam des LC Wuppertal-Corona, das die Veranstaltung mit großer Sorgfalt vorbereitet und Teilnehmende, Jury und Gäste herzlich betreut hat.

Der Lions Musikpreis 2026 hat einmal mehr gezeigt, welches künstlerische Potenzial in unserem Distrikt vorhanden ist. Nun blicken wir gespannt nach Stuttgart und drücken Vincent Heeren fest die Daumen für den Bundeswettbewerb.

Im kommenden Jahr steht der Lions Musikpreis im Distrikt 111-WR dann ganz im Zeichen der Violine.

Kontakt:

Dr. Anke Karrasch
Kabinettsbeauftragte für den Musikpreis
musikpreis@lions-wr.de

(Die Fotos wurden uns freundlicherweise von Ingo Klatt zur Verfügung gestellt.)